Auf dieser Seite stellen wir ein paar sehr einfache Spiele vor, die auf viele beliebige Themen adaptiert werden können. Das Grundprinzip ist einfach: Auf Karten oder Feldern stehen Aufgaben. Um voranzukommen, müssen diese zuerst gelöst werden.
Solche allgemeinen Spiele sollten (je nach Lerngruppe) nur mäßig oft eingesetzt werden. Gerade ältere Lernende empfinden diese Art “Spiel” oft als unnatürlich, da der spielerische Charakter oft nicht im Vordergrund steht. Bei gelegentlichem Einsatz können sie aber eine ganz nette Abwechslung sein.
Außerdem gibt es ein paar Excel-Templates zum Download, mit denen ihr euch eigene (textbasierte) Spiele generieren könnt. Diese lassen sich dann drucken oder als PDF speichern. Leider erlauben die Vorlagen aber kein Einfügen von Bildern.
Vier in einer Reihe
Bei diesem Spiel müssen die Lernenden vier Kreuzchen bzw. Kreise in einer Reihe setzen (nach dem Spielprinzip “Tic Tac Toe (externer Link)”, nur mit einem größeren Feld; mit 5×5 Feldern wird das Spiel noch interessanter. Damit ein Feld markiert werden kann, muss zuerst die auf dem Feld befindliche Aufgabe gelöst werden.
- ein Bild benennen,
- ein Wort übersetzen,
- den passenden Artikel oder Plural nennen,
- eine andere Form eines Wortes bilden (andere Zeit, anderer Kasus, Substantiv von Verb ableiten …)
- eine Frage beantworten (Multiple Choice, Einwort-Antwort …
Man kann die Aufgabe auch mit einer bestimmten grammatischen Struktur verknüpfen. Zur Kontrolle bekommen die Lernenden ein Lösungsblatt.
Im Beispiel unten üben die Lernenden Wortschatz zum Thema “Zoo” und den Akkusativ (“Ich kreuze den Bären an”).

Mit der Excel-Vorlage “Vier in der Reihe” könnt ihr euer eigenes (textbasiertes) Vier gewinnt generieren.
Snakes and Ladders
Das Leiterspiel (externer Link) ist ein klassisches Würfelspiel, beim der die Spieler ihre Spielsteine in festgelegter Reihenfolge über ein Spielbrett bewegen. Auf einigen Feldern sind Schlangen und Leitern aufgezeichnet, die den Spielern ein Vorrücken erlauben bzw. das Zurückgehen erzwingen. Wer auf ein Feld mit einer Schlange gerät, fällt auf das Feld mit dem Kopf der Schlange zurück. Wer auf ein Feld mit Leiter gerät, klettert diese hinauf.
Die Felder kann man nun auch mit Aufgaben beschriften. Ich spiele es immer so, dass die Lernenden bei jedem Schritt die auf dem Feld abgedruckte Aufgabe lösen müssen – das heißt, ALLE Aufgaben, über die man zieht, nicht nur die, auf der man landet. Wenn das nicht gelingt, bleiben sie auf dem entsprechenden Feld stehen und der nächste Spieler ist an der Reihe. Die Aufgaben müssen hierfür relativ kurz sein (z.B. ein Wort laut lesen, ein Bild benennen, einen Artikel hinzufügen). Für den Unterricht finde ich die normale Zahl von 100 Feldern zu groß und habe sie in meiner Vorlage auf 24 reduziert.
Mithilfe der Excel-Vorlage “Snakes and Geckos” könnt ihr selbst ein textbasiertes Leiterspiel-Arbeitsblatt erstellen.
Domino / Trimimo
Beim Spiel “Domino” geht es darum, Fragen und Antworten zu verbinden. So könnte z.B. auf einem Dominokärtchen ein Wort zu sehen sein und auf dem dazu passenden ein entsprechendes Bild, eine Definition oder ein Satz, in dem das Wort fehlt. Wenn man einen Start- und einen Endstein definiert, korrigiert sich das Spiel ansatzweise selbst, weil man bei einem Fehler keine sinnvolle Kette mehr bilden kann. Eine komplexere Form ist das Trimimo. Hier haben die Steine nicht zwei, sondern drei Seiten und bilden somit ein komplexes Puzzle. Die Trimimos können die Form einer Pyramide oder eines Sterns annehmen, wenn sie richtig zusammengesetzt werden.
Mit der Excel-Vorlage “Domino” könnt ihr selbst ein 12teiliges Domino generieren. Mithilfe des Trimimo-Generators (externer Link) könnt ihr eigene Trimimos erstellen.

Schiffe versenken
Schiffe versenken (externer Link) ist ebenfalls ein Klassiker des Schulunterrichts, der sich leicht auf viele Inhalte ummünzen lässt. Man könnte die Felder mit Bildern oder Aufgaben belegen wie beim oben vorgestellten “Vier in einer Reihe”. Denkbar ist aber auch, dass man das verwendete Koordinatensystem nutzt. Im Beispiel unten müssen die Lernenden Verben konjugieren (“ich gehe”, “er sucht”), um die Felder zu benennen. Denkbar wäre auch eine Variante, bei der man deklinieren muss (“eine schwarze Tasche”, “ein grünes Haus”, etc.). Man kann das Spiel auch nutzen, um das Alphabet zu trainieren. Hier kann man z.B. Buchstaben auf beide Koordinatenachsen schreiben oder man lässt statt Schiffen Wörter mit zwei, drei, vier oder fünf Buchstaben eintragen. Um das Schiff zu versenken, muss dann das Wort erraten werden.

Mit der Excel-Vorlage “Schiffe versenken” könnt ihr euer eigenes Arbeitsblatt mit 10×10, 8×8 oder 6×6 Feldern generieren.

